Am Dienstag, den 22. September 2026, wurde es beim Clubabend der Bavaria-Loge ausgesprochen kunstvoll. Statt gemütlich nur über Gott und die Welt zu reden, machten wir einen Ausflug ins
Goldene Zeitalter der Niederlande
und der hatte es in sich.

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Mit der Kunsthistorikerin Silke Rüsche hatten wir eine Referentin zu Gast
die uns mit viel Wissen und spürbarer Begeisterung in das 17. Jahrhundert entführte. Eine Zeit, in der die Niederlande wirtschaftlich kräftig durchstarteten und plötzlich jede Menge Geld, Selbstbewusstsein und – glücklicherweise – auch ein großes Interesse an Kunst vorhanden war.

26 Zuhörer, darunter Brüder, Gäste und Interessenten, ließen sich auf diese Zeitreise ein.
Und wer glaubt, alte Gemälde seien grundsätzlich etwas für angestaubte Museen und schläfrige Kunststunden, wurde schnell eines Besseren belehrt.

Frans Hals
Der lachende Kavallerist
Auf der Leinwand erschienen die großen Namen der niederländischen Malerei: Frans Hals, Jan Vermeer und Rembrandt. Frau Rüsche zeigte uns nicht nur, was auf den Bildern zu sehen ist, sondern machte deutlich, was dahintersteckt. Warum sehen die Menschen so aus? Was verraten Kleidung, Einrichtung und Gegenstände über ihren Besitzer? Und warum wurde gerade in dieser Zeit plötzlich so viel vom ganz normalen Leben gemalt?
Jan Vermeer van Delft
Mädchen, das am Fenster einen Brief liest


Peter Janssens
Interieur mit Maler, Lesender Dame und kehrender Magd
So wurde aus einer Reihe berühmter Bilder ein ausgesprochen lebendiges Bild einer Gesellschaft im Wandel. Wohlhabende Bürger wollten nicht mehr nur Könige und Adelige auf der Leinwand sehen – sie wollten sich selbst darstellen. Und die Maler lieferten. Mit beeindruckendem Können, manchmal mit einem Augenzwinkern und gelegentlich auch mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein.
Nach dem Vortrag war deshalb noch lange nicht Schluss. Beim gemeinsamen Essen wurde weiter diskutiert, gefachsimpelt und natürlich auch darüber gesprochen, welches Gemälde denn nun besonders beeindruckend war.




Unser Fazit: Ein rundum gelungener Clubabend, der gezeigt hat, dass Kunstgeschichte alles andere als langweilig sein muss.
Wir bedanken uns herzlich bei Silke Rüsche für diesen spannenden und unterhaltsamen Abend. Und eines ist sicher: